Edinburgh
29. Juli 2017 - 01. August
2017
26. Juni 2017
29. Juli 2017
Samstag : Und wieder mitten in der Nacht (03:30 Uhr) aufstehen um den Flieger zu erwischen ... *gähn* ... Und wieder verlief der Flug dafür "wie im Schlaf".
Die erste Hürde in Edinburgh : den Taxistand finden ! Nicht ganz so einfach, wie an anderen Flughäfen die ich schon kenne.
Die zweite Hürde in Edinburgh : Die Schotten sprechen kein Englisch ! Vielleicht halten sie selber es dafür - aber ich sage euch : Das ist nicht das Englisch, dass wir kennen ;-)
(Aber mal ganz ehrlich : ich bin eh überrascht, wie gut im mit meinen geringen Sprachkenntnissen durch die Welt komme und immer wieder nach Hause finde ;-)
Die Schotten (und die Iren !) sprechen kein Englisch, die Spanier kein Spanisch und die Hamburger ... nun ja ... selbst die verstand ich nicht immer auf Anhieb.
Am besten kam ich bisher in Helsinki durch, da alle Finnen mit denen ich zu tun hatte, durchwegs verständliches Englisch sprachen : Top !
Auf der Fahrt in die Innenstadt dieser "komische" erste Moment, auf der "falschen" Strassenseite zu fahren ... Ein Vorteil aber : Man darf hier die sturen Linksfahrer rechts überholen !! Sollte man in der Schweiz auch einführen ;-) ;-)
Leider darf man in Edinburgh aus Sicherheitsgründen keine Koffer mehr im Hotel (bzw. im B&B) deponieren - und einchecken konnte man in meinem B&B erst um 15:00 Uhr. Also erstmal einen Busterminal finden um meinen Koffer einzuschliessen.
Danach wie immer erstmal der Nase nach Kreuz und Quer durch die Strassen schlendern und die Stadt auf mich einwirken lassen. Nach einem - nötigen - Kaffee öffnen langsam einige Läden und die Touris kriechen aus ihren Hotels - noch ist es sehr angenehm mit der Menge der Touristen ...
Durch das Zentrum, die Princes Street auf und ab, an Scott Monument und The Royal Scottish Academy vorbei und in den Princess Street Garden. Hier höre ich auch schon den ersten Duddelsackspieler ... ok, ja : Ich liebe es !
Da ich für heute ein Online-Ticket für das Deep Sea World (link) bestellt habe, gehts mit dem Taxi die 13 Meilen dahin - ja, DAS ist nun wirklich etwas zu weit für meine Füsse ;-)
Über die Forth Road Bridge über die Bucht auf die andere Seite des (wie könnte es auch anders heissen) Firth of Forth.
Ein riesiges Aquarium mit recht grossen Haien (siehe Internet) und kleineren Mantas, die
man durch den Unterwassertunnel sehr gut beobachten kann. Und ein paar Seelöwen, die meines Erachtens aber etwas "eingeengt" leben mussten ...
Insgesamt ein interessantes Schlechtwetterprogramm.
Und wenn wir gleich beim Wetter sind : Schottisches Sommerwetter sieht anscheinend wie folgt aus : Schauerregen, Wolken, Sonne, Wolkensonne, Wolkenschauerregen, Sonnenwolken, Sonnenschauerregen, Schauerregenwolken, Schauerregensonne, Schauerregenwolkensonne, Schauerregensonnenwolken, Wolkenschauerregensonne, Wolkensonnenschauerregen, Sonnenwolkenschauerregen, Sonnenschauerregenwolken ... und danach das Ganze von vorne.
Okey ... das mit dem Regen hält sich ziemlich in Grenzen : nur ca.2-3x am Tag für 10-15 Minuten - aber trotzdem ziemlich "störend", da immer sehr spontan und heftig. Also immer Regenschutz bereit halten !
Die Temperaturen bewegen sich bei angenehmen 15-20 Grad - doch der Wind und die Regen-momente kühlen doch ziemlich - also habe ich auch mit der "richtigen" Kleidung so meinen Stress. Jacke an und Reissverschluss zu, Jacke an und Reissverschluss auf, Jacke um den Bauch gewickelt (ja, sie passt noch herum - ich habe lange Ärmel daran ;-) ) oder Jacke gleich im Rucksack verstaut. Also Bewegung mit Jacken (Jacke und Regenjacke) an- und ausziehen hatte ich genügend.
Nach dem Deep Sea World soll er nun zurück in die Innenstadt ... aber ... öhm ? Wie nur ? ...
Taxis gibt es hier draussen nicht und Busse fahren hier auch keine ... also erstmal per Pedes auf den Hügen (ca 111% Steigung (!)) nach North Queensferry zum Bahnhof laufen, wo eine Art "S-Bahn" fährt. Leider war der erste Zug bereits so überfüllt, dass der Schaffner niemanden mehr einsteigen liess. Glücklicherweise fuhr ein paar Minuten später ein weiterer Zug in die Innenstadt, der dafür dann halb leer war.
Jetzt ist die Innenstadt überfüllt. Und was mir ebenfalls auffällt ist, dass es viele
Obdachlose/Bettler gibt. Zumindest sind es schottische Obdachlose ...
Einerseits bin ich als Schweizer in Gelddingen diskret erzogen, andererseits heisst es aber :
"Tue Gutes und sprich darüber".... Ich bin in allen Städten (auch in Basel) oft sehr grosszügig und gebe öfters etwas ... wem und wieviel hängt natürlich immer von der Stimmung und den
"Schwingungen" (oooohmmm) ab .... aber es kann schonmal vorkommen, dass ich während einer Städtereise 40-50 chf abgebe - aber warum auch nicht : die benötigen es dringender als ich.
(So ! Genug Eigenlob)
Mittlerweile hat das B&B theoretisch geöffnet ... praktisch macht aber 20 Minuten niemand auf. Glücklicherweise kommen zwei andere Gäste mit einem Schlüssel, sodass ich ebenfalls reinkam. Oben angekommen : "oh ? Ich habe gar nichts gehört, ich war am Zimmer machen" ...
Nach einer warmen Dusche nun erstmal "Siesta" ... ist zwar nicht das richtige Land dafür, aber in meinem Alter und so frühem Aufstehen darf man das sicherlich.
Abends nochmal einen Stadtbummel und ein Hamburger im Pub und gut ist.
30. Juli 2017
Sonntag : aaaausschlafen. So ! Danach warten, bis die Gemeinschaftsdusche von den drei jungen Damen im Nebenzimmer nicht mehr belegt ist (ja, Frauen brauchen definitiv länger im Bad !). Mir war nicht bewusst, dass mein B&B nur ein gemeinsames Bad hat. Nicht dass ich das in Costa Rica nicht auch gehabt hätte, aber das nächste Mal achte ich trotzdem besser darauf welche Annehmlichkeiten meine Unterkunft hat ... und welche nicht ;-). Ja, auch ich kann noch dazulernen.
Trotz ausschlafen sind noch nicht sehr viele Touristen unterwegs. Auf meinem Weg zum Carlton Hill sehe ich zumindest nicht so viele - aber die kommen bestimmt noch ;-)
Am morgen kann man viel besser die (noch geschlossenen) Pubs anschauen und sich an den vielen schönen Fassaden und Blumen"gehänge"
erfreuen.
Noch ein kleines PickNick einkaufen und auf gehts zum Carlton Hill, wo man einen tolle Aussicht über die Stadt haben soll.
Nach einem erstaunlich kurzen Aufstieg : Carlton Hill : National Monument of Scotland, und the Nelson Monument in einem grossen, ruhigen "Park". Es
sind schon ein paar Leute (wohl meist Einheimische) hier oben am chillen, lesen, auf der Wiese liegend und flanierend.... nach einem kurzen Rundgang und ein paar Fotos von der Umgebung setze
ich mich ebenfalls auf die Wiese und geniesse ....
Von hier sieht man (südwest) die ganze Stadt bis zum Castle, (nordost) bis zum Firth of Forth, (süd) Holyroodhouse Palast, Holyroodhouse Park mit Edin's Hausberg "Arthurs Seat" und einen Teil des modernen Parlaments.
Auf der Rückseite von Carlton Hill gehts abwährt Richtung Holyroodhouse.
Da ich wiedermal nur meine Nase als Orientierung benutze, mache ich einen riesigen Umweg und lande am "Hintereingang" des Parks beim "Duke's Walk" - aber dafür sehe ich noch einen Teil des
Parkes, den ich eigentlich nicht besuchen wollte.
Vorbei am St.Margaret's Loch (ein Schelm wer böses dabei denkt) und mit gutem Blick auf die St.Anthony's Chapel Ruins. Es ist eh "lustig" wie viele Heilige es hier in Schottland gibt ... fast
alles und jedes ist St.Irgendwas. Der Aufstieg zum Arthurs Seat scheint mir aber ziemlich steil und anstrengend zu sein ... das überlasse ich gerne jüngeren und fitteren.
Auf dem Weg zum Holyroodhouse-Palace treffe ich wieder auf eine Sportveranstaltung :
den "Big Fun Run" - heute für die Krebsforschung. Anscheinend ist die Veranstaltung aber bereits fertig, da schon abgebaut wird.
Weiter zum Edinburgh Parlament (ziemlich modern und mit einer Fassade, die an Pistolen erinnert), danach in den Palast (Queens Gallery ist am
Umbauen und somit geschlossen).
Fotografieren drinnen überall verboten. Es ist eine Art Museum/Gallerie und nicht ganz uninteressant. Der Schlosspark sehr gepflegt ... und kaum bin ich aus dem Palast draussen, fängt es wieder
sehr spontan an, ziemlich heftig zu regnen. Also mache ich unter dem Dach vom Parlement erstmal eine AbwartAufEndeRegenPause, da hier der Regen eh nicht sehr lange andauert - und siehe da, nach
ca 15 Min drückt die Sonne die Regenwolken bereits wieder weg.
Da Holyroodhouse direkt am Beginn der Royal Mile liegt .... Jetzt und hier gibt es schon wieder einige Touris mehr. Also schlendere ich mal durch ein paar "Close'es" die von der Mile wegführen in teils sehr schöne und ruhige Hinterhöfe und Seitenstrassen - immer wieder interessant, wie es neben den Touristen-Routen aussieht ;-)
Und was man da alles findet ...
1) Ein touristenfreies Rock-Pub (link) beim
Cowgate mit kleiner Rock-Bühne und Biliard-Tisch. Feine Rockmusik, cooles Volk und diverse feine Biere - TipTop ! Hier nehme ich doch gleich das erste (2x) zVieri-Pint.
2) Tree Sisters (link) : ein cooles Event-Pub mit (heute?) freiem Eintritt - es wird OpenAir 'Avengers 3' (auch mit dabei : der "Hulk" - siehe Foto ;-) ) gezeigt - da nehme ich doch gleich noch ein zweites zVieri und sieh mir den Schluss noch an.
Ja ist denn schon Weihnachten ? .... hier anscheinend das ganze Jahr über ;-)
Weiter zum Grassmarket und wieder hoch zur Royal Mile ... hier noch ein bisschen die Stimmung reinziehen und zurück zum B&B. Für heute lasse ich es gut sein. Morgen steht die Royal Mile und das Castle eh noch auf dem Programm.
31. Juli 2017
Montag : Castle (link)
Schlau wie ich bin, habe ich mir bereits vorgängig ein OnlineTicket für das Edinburgh Castle besorgt : 09:30 Uhr. Als ich dort ankam, schon taaaausende andere am warten - ich will gar nicht
wissen, wie es an einem Samstag oder Sonntag hier ist. Da niemand wusste, wo anzustehen, standen halt alle zusammen mitteinander nebeneinander, hintereinander, übereinander, zwischeneinander
...
Pünktlich um 09:30 gings dann in den Innenhof wo zwei Schlangen gebildet wurden : Mit und Ohne Tickets - ok, meine Schlange war wesentlich kürzer, aber doch länger als angenommen. Aber da ich
fast ganz vorne stand, war ich sehr schnell drin.
Das Castle ist eine sehr grosse Anlage bin vielen Sehenswürdigkeiten - so kann man durchaus ein paar Stunden hier verbringen. Jedoch ist es vorteilhaft, die "besonderen Ausstellungen" gleich früh
morgens zu besuchen, das von Stunde zu Stunde mehr Leute kommen und die Schlange zusehends länger werden.
Was es alles gibt, siehst du über den Link (oben) .... to long to list !
Als ich nach Stunden das Castle wieder verliess, standen die Touristen schon bis zur Royal Mile an. Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Frühaufsteher, aber auf Städtereise mache ich gerne eine Ausnahme - es ist einiges angenehmer mit weniger Touristen.
Impressionen ... look'n'feel ;-)
16:00 Uhr : Time for "Bannermans" ! .... joooh : Scho wieder !... es isch hald wieder "Vieri" ...
(ok, nid ganz, aber was soll's ? ;-) )
Kurz in der St.Giles Cathedral ausruhen (ist schon ein "Gstürm" hier auf der Royal Mile ...) und danach zwei "geilen" (nicht falsch verstehen) Dudelsackspielern zusehen und -hören die sich um das Touristen-Mädchen in der Mitte "duellieren" !! Ich find's H-a-m-m-e-r !
HARD ROCK CAFE : vor lauter Hunger und Durst habe ich doch glatt vergessen, das HRC zu fotografieren - hier ein Aussenfoto aus dem Internet.
(... und daneben meine megafreinen zarten SpareRibs *mjam*)
01. August 2017
Dienstag : Heimreise ... wiedermal schweizerisch überpünktlich (viel zu früh) am Flughafen. Aber ich habe schon die eine oder andere Erfahrung
gemacht, dass durch eine Kleinigkeit aus "viel zu früh" plötzlich unglaublicher Stress entstehen kann.
What ever ...
08:10 Uhr ist Boarding ... theoretisch. 08:40 ist Boarding ... effektiv (das wäre die geplante Abflugzeit gewesen). Da aber erst noch zwei
Sitzgurte ersetzt werden mussten, die von einem Komiker geklaut wurden (ok, DAS habe ich auch noch nie erlebt), gab es weitere Verzögerungen. Als dann alle im Flieger sind, kommt die Polizei in
den Flieger und spricht etwa 15 Min mit dem Piloten ... vermutlich die Anzeige wegen den Sitzgurten ...
Da wir da schon unseren Slot verpasst haben, mussten schliesslich bis ca. 09:30 warten bis wir abfliegen konnte. Ja-nu - ich habe ja Zeit.
Ansonsten alles bestens ;-)
Am Flughafen Edinburgh finde ich eine "altbekannte" Bar - ok, mir noch nicht in Edinburgh bekannt, aber natürlich in Basel.
Und auf dem Heimflug sehe ich noch mein geliebtes Anneau du Rhin - die Rennstrecke im Elsass. Leider bekam ich mein Handy nicht schnell genug aus dem Hosensack um die ganze Strecke drauf zu
bekommen ;-)