Oslo
19.
- 21. August 2017
08. August 2017
Und ich Duubel reis extra 3 Dääg dört ane .... ;-)
19. August 2017
Erstmal : SORRY ! Einige der Bilder sind unbrauchbar, einige in ziemlich schlechter Qualität ... irgendwie
spinnt meine kleine Pentax K S2 anscheinend ab und zu - habe (noch?) keine Ahnung warum ....
Schaut einfach nur die Guten an ;-)
Samstag morgen wiederum schon sehr früh unterwegs - Abflug ist 06:55 - jedoch von Zürich, also wieder sehr früh aus den Federn.
Heute gönne ich mir mal offiziell BUSINESS-Class ;-) (das letzte Mal wars ja "nur" ein Upgrade) ...
Nun ... "Business" ist schon etwas "gemütlicher". Und man fliegt ja nicht jedes Wochenende zu einer Städtereise. ;-)
Fängt beim Checkin/DropOff an : Eigene, sehr kurze Schlange, sehr höfliche Abwicklung (nicht das es sonst nicht höflich wäre - aber mir scheint es in dieser Schlange speziell nett zuzugehen.
Durch die Priority-Security-Kontrolle (wieder kaum anstehen) und zum Gate. Beim Einsteigen müsste ich nun eigendlich als einer der Ersten
drankommen, da wir aber mit dem Bus zum Flieger müssen, kommen gleich alle gemeinsam dran (gemein !). Man wird im Flieger namentlich begrüsst und man hat nie jemanden neben sich.
Erstmal gibt es ein erstes Getränk, eine Schokolade und ein süsses Lächeln (das süsse Lächeln, ist meines, wenn ich die Schokolade verputze - ist zwar nur Milchschoggi, aber was
solls).
Das Frühstück ist sehr reichlich und abwechslungsreich : ein kleines, sehr frisches Müesli, Kiwi (die ich nicht mag), Johannisbeeren (oder sowas -
die ich nicht mag), etwas Käse, Salami, Schinken, Confi, Butter, verschiedene Brötchen und Gipfeli zur Auswahl. Ab und zu wird man gefragt, ob alles in Ordnung ist - noch etwas Kaffee ? Noch ein
Brötchen ? Noch einen Saft ? ...
Und nach dem Frühstück wieder Schokolade.
... okey ... why not ?
(wer oft Business reist, weiss wie das ist und möge mir meine Begeisterung für diese neue Erfahrung verzeihen. Ebenso bitte ich allfällige Neider um Verzeihung für diese ausführliche Beschreibung)
Pünktliche Landung und heute mal nicht mit dem Taxi zum Hotel, da es vom Oslo'er Flughafen einen Expresszug gibt, der für 22 chf in 19 Minuten (mit bis zu 210 km/h) zum Hauptbahnhof fährt - mit dem Taxi wären es über 40 Min für viel mehr Geld. Und da ich meine Hotels immer so nahe wie möglich am Zentrum buche, ist es nur noch ein paar Schritte durch die Einkaufsmeile zum Hotel.
Erstmal den Koffer abgeben, da mein Zimmer ja noch nicht bezugsbereit ist. Danach fragt mich eine andere Rezeptionistin, ob ich einchecken möchte - öhm .. ja ! Es ist schon ein Zimmer fertig, also kann ich es schon haben. Koffer wieder holen und ins Zimmer um mal alles säuberlich auszupacken und meine Hemden aufzuhängen, damit sie nicht weiter zerknittern.
Kaum will ich aus der Tür : Telefon klingelt ! Sorry, ich müsse mein Zimmer räumen, da dieses Zimmer jemand anderes benötigt, der nicht gut laufen kann (Zimmer ist gleich neben dem Frühstücksraum und mit einer begehbaren Dusche). Dafür erhalte ich ein Luxus-Zimmer, das aber noch nicht bereit wäre. Also Koffer wieder packen, Hemden schön zusammenlegen ...
Unten an der Rezeption : Oh, mein Zimmer wäre doch schon bereit ;-) .... ja, ja .... ich bin ja flexibel ;-)
Erstmal kleiner Stadtbummel ... Rathaus (schönes Glockenspiel jede Stunde (...hier ist wohl noch niemand gerichtlich gegen Glockenläuten vorgegangen
;-) )). Apropos : Sa. um 12:00 Uhr : 12 Böllerschüsse die dir das Ohrenschmalz ins Hirn blasen. (auch dagegen ist wohl noch keiner auf die Barrikaden - das sind halt keine Schweizer ;-) ).
Aker-Brygge : Hafenpromenade ... wunderschöne, kreative Gebäude, gemütliche Beizen, Trolle, eine "norwegische" Harley, Blick zum Castle und auf den Fjord - Chillig !
Auch hier "Jamie Oliver" - den gibts wohl bald so oft wie McDonalds....
Aker-Brygge (2) ... durch die Quartiere schlendern ...
Aker-Brygge (3) :
Beim Astrup Fearnley Museum of Modern Art gibt es wieder eine Sportveranstaltung
(OOW Oslo Open Water) bei der ich wieder nicht teilnehme ;-)
(ok, Schwimmen ist auch nicht so meins - da werden die Haare nass)
... zurück zum Rathaus, am Akershus (Festung) vorbei und weiter zum wunderschönen Opernhaus.
... weiter nach Westen am Project Barcode (Skyline mit sehr kreativen Gebäuden) vorbei zum kleinen, gemütlichen Middelalderparken.
Unterwegs gibt es endlich das erste Bier : Ginger Joe für 13.00 chf - aber ich wusste ja, dass in Norwegen der Akohol teuer ist (.... es wird am Montag noch teurer !). Der dazu genossene Crevetten-Salat ist mit ca. 15.00 chf schon fast billig.
20. August 2017
Sonntag morgen : Der frühe Vogel kann Fotos mit wenig Touristen machen ... also zeitig aufstehen und ein herrliches Frühstück geniessen.
Wieder ist es lustig, andere Leute zu beobachten... Wie müde/munter jemand ist, Paare wo einer müde, die andere Munter (oder umgekehrt) ist, wer den Teller mit was (über)füllt oder wer lieber 10
x hin und her läuft, wer geduldig/ungeduldig darauf wartet sein Kaffee rauszulassen, wer alles auf dem Buffet erst kritisch analysiert und und und ... also langweilig wird mir nicht.
Danach mache ich mich auf den ziemlich weiten Weg zum Frognerpark - natürlich zu Fuss. Und was finde ich "ganz zufällig" ? Ein Hard Rock Café ;-) ... leider aber noch nicht geöffnet.
Also weiter am Nationaltheater vorbei zum königlichen Schloss. Wo in anderen Ländern sehr viel Sicherheit und Gitter und sonstwas vorhanden ist, sind die Norweger überall ziemlich entspannt. Natürlich gibt es Wachen - aber sehr wenige und m.E. oft nur zur Dekoration. Ein schöner Park mit Teich, wo morgens noch die Eichhörnchen spielen und mit einem kleinen Pavillon, der eine Bibliothek mit Kinderbüchern enthält. Auch witzig sind die pilzförmigen Bienen(Insekten)-Häuschen - wieder sehr kreativ !
... "stunden" und viele, viele "km" später : Frognerpark !
Hier steht auch das wunderschöne Heimatmuseum und es gibt öffentliche, solarbetriebene Ladestationen mit verschiedenen Kabeln - inkl. Samsung. Das
finde ich nicht schlecht !
Ich überlege mir, wie schnell sowas bei uns kaputt gemacht werden würde ... Gibt es in Norwegen keinen Vandalismus ? ...
Der Park ist vorallem bekannt für seinen Vigeland-Skulpturen-Park. Sehr viele menschliche Skulpturen in teilweise sehr befremdlichen Posen ... interessant jedenfalls ! Dazu schöne Blumenanlagen und ausserhalb des Skulpturen-Parkes eine weitläufige Flanier-, Picknick- und Chilling-Zone. Must-See in Oslo !
Zurück gehts ausnahmsweise mit dem "Tram" ... und da ich mich nicht mit "wie bekomme ich ein Ticket" rumschlagen wollte - fuhr ich eben schwarz. Mach' ich in Basel ja auch ;-)
(Zitat Hammerfall : Rebel inside - Rebel for life ;-) )
Und da es langsam gegen vier Uhr zu geht (ok, noch sehr sehr langsam - aber was solls ;-)) gibs jetzt im Hard Rock Café ein "Bier vor Vier" zu
Led Zepp'- und Black Sabbath-Sound ... herrlich !
(... und ein Guinness - aber das ist ja nicht wirklich Bier, sondern Grundnahrungsmittel)
Apropopos : Es gibt in Oslo noch einen berühmten Bierkeller : Den Schouskjelleren ...
... wäre sicherlich ebenfalls einen Besuch wert (wenn er denn offen gehabt hätte) (<link>)
Nun, dann eben weiter zur Mathallen wo ich in einer Ecke eine kleine Bar mit einer erstaunlich grossen Bierauswahl fand - praktisch alles mir nicht bekannte Biere, aber das will nichts heissen. Auf Nachfrage nach einem einheimischen dunklen Bier bekam ich ein paar zur Auswahl. Meine Wahl fiel - natürlich auch wegen des Namens - auf Satanic Panic ;-) (<Link>)
Eine 10%ige, dunkelschwarze, süssbittere, aromatische, teuflische Versuchung .... der ich natürlich nicht widerstehen wollte.
>>>> "Tribute to the darkness" <<<<
(passend zu meiner "even darker" Seite ;-) )
Die Markthalle liegt in einem gepflegten Wohnquartier und ist von innen einiges kleiner, als es von aussen den Anschein macht. Auch bin ich etwas vom Angebot enttäuscht - da habe ich schon grössere und interessantere gesehen (mit Ausnahme der Bier-Ecke natürlich).
Aber wer in der Nähe ist : Reinschauen !
da ich grad' in der Nähe bin, gehts auf dem Rückweg noch durch die Damstredet - eine in den Reiseführern erwähnte Strasse mit authentischen norwegischen Häusern.
Nun ... es sind ca 200 Meter mit tatsächlich sehr schmucken Häusern im norwegischen Stil - aber extra dafür müsste man nicht hierher kommen. Prätikat : Nur wer grad in der Nähe ist !
Quer durch die Quartiere zurück zum Zentrum ...
Beim Rathaus am Hafen findet übrigens ein Musik-Festival (<link>) mit "exotischer" Musik statt,
daneben viele Stände mit "exotischem" Essen. Hier verbringe ich gemütlich den Rest des Tages.
21. August 2017
Montag : Abreisetag. Ausser dem Akerhus habe ich schon (fast) alles in Gehdistanz gesehen.
Also heute etwas später zum Frühstück und gemütlich packen. Koffer deponieren und die paar Schritte zur Akerhus-Festung unter die Füsse nehmen. Normalerweise gibt dir das Hotel einen Zettel mit
einer Nummer, damit sie deinen Koffer wieder identifizieren können. Wieder zeigt sich, wie entspannt die Norweger sind : "Stellen Sie ihn einfach in den Aufbewahrungsraum" - Ich : "Und wie wisst
Ihr beim Abholen, welches meiner ist ?" - Antwort : "Wir vertrauen Ihnen" ;-)
Akerhus :
Eine schöne, sehr gepflegte Festung auf der abends noch die Leute auf den Mauern sitzen und den Sonnenuntergang über dem Hafen geniessen - und : Eintritt frei !!
Gefällt mit alles sehr ;-)
Neben der Burg liegt gleich die Anlegestelle eines Kreuzfahrtschiffes. Der oberste Teil des Schiffes ist fast so hoch wie die Burg selber (ok, nicht höher als der Turm, aber immerhin). So könnte der Kapitän dem König vermutlich auf Augenhöhe ins Schlafzimmer "gügslen" (wenn er denn noch hier schlafen würde ;-))
Das Museum selber kostet hingegen wieder Eintritt (12 chf).
Als GOT-Schauer (Game of Thrones) stelle ich mir in manchem der Gänge und Räume Szenen der Serie vor und mache sie mir "lebendig". Wie die Adligen durch solch alte dunkle Gänge wandeln, wie
überall gekämpft wird oder im Thronsaal Gelage gefeiert werden ;-)
Auch all diese alten schönen Truhen gefallen mir sehr - da würde ich gerne die Eine oder Andere mitlaufen lassen.
... auch die Aussicht von der Festung ist imposant - man sieht auf der einen Seite den Fjord, in der Mitte den ganzen "Touristen"-Hafen und auf der anderen Seite bis zur Sprungschanze.
Ok... noch immer bleibt mir viel Zeit und etwas norwegisches Geld ... nach (nicht sehr) langem Überlegen gehts ab ins HRC - Chicken Wings mit (mir fast) zu scharfer Sauce, dazu ein Guinness und zum Trinken ... ?
Auf Nachfrage beim Chef nach einem norwegischen Dunklen erstmal die lapidare Antwort, das HRC sei ja eine amerikanische Kette ! ... ? Ja,ja, BlaBla ...
Auf meine ehrliche Entrüstung ( ;-) ) hat er mir dann kurzerhand ein Dunkles von einer kleinen Oslo'er Brauerei organisiert - mit 23 chf zwar etwas teurer, aber die restlichen Kronen müssen ja eh noch weg.
Und wieder eine gute Entscheidung : Ein herrliches Bier ! (<link>)
Time to say goodbye ...
Im Hotel den Koffer holen, zum Bahnhof laufen und auf den Flytoget (Zug). Sehr einfach : vor dem Einsteigen Kreditkarte durchziehen, beim Aussteigen nochmal und alles ist bezahlt.
Im Flughafen werde ich (dank Business-Ticket) wieder sehr zuvorkommend behandelt. Da der Flieger am Fingerdock steht, kann ich dieses Mal auch als erster einsteigen - es ist schon lustig, wie die Leute beim Boarding kucken, wenn so ein tätowierter Typ wie ich in kurzen Hosen in der Business-Klasse sitzt.
Wieder namentlich angesprochen erhalte ich Zeitung (d.h. "würde ich erhalten" wenn ich wollte), ein kaltes Getränk und eine Schoggi. Dann die Frage ob ich als Hauptgang Hühnchen oder Ravioli wolle.
Das Essen dann wieder gar nicht so schlecht : Kleiner Salat, Ravioli in Rahmsauce, etwas Käse und eine Wähe.
Ankunft Zürich : Wieder ein "Aha"-Erlebniss : Beim Aussteigen sind glücklicherweise zwei weitere Business-Passagiere (natürlich im feinen Anzug ;-) ) vor mir und steuern selbstbewusst auf einen Kleinbuss mit der Aufschrift "Business" zu - ich wäre aus Gewohnheit ja in den "normalen" Transferbus gestiegen. Also ab zu den "Schönen und Reichen" ;-)
Und siehe da, wir werden geradewegs zum Baggage-Claim gefahren - Türe auf und 30 m laufen.
Ist schon "Luxus" .... ;-)
(aber wie schon gesagt : ich flieg ja nicht jede Woche irgendwohin)
PS : auch am Flughafen hat Jamie Oliver eine Beiz ... ist auffallend, wie oft ich in letzter Zeit seine Restaurants sehe. Vielleicht sollte ich doch mal rein ...