Irland
30. August - 13. September 2018
Do. 30.08.2018
Ryanair : Im Vorfeld einige Streiks und Flugausfälle ... Aber nicht heute !!
Und wir haben Priority-Tickets. Wir dürf(t)en zuerst einsteigen... wenn wir denn pünktlich bei
"Boarding" erschienen wären ;-) Aber macht nix, wir haben die Plätze 2A und 2B (auf dem Hin- und auf dem Rückflug).
Nach ein "paar Minuten" bereits in Dublin ! (die sind ja eine Stunde hinterher, sodass wir eine Stunde "einsparen" konnten)
Nach dem Mietwagenschalter die Odyssee das Auto zu finden - bzw. den Bus zum Auto.
Jedenfalls : ein Renault Megane Diesel handgeschalten in rot und mit dem Steuerrad auf der falschen Seite. Aber dafür mit Navi, bequemen Sitzen und alles was es braucht.... eigentlich ein tolles Auto in+mit dem wir uns sehr bald wohlfühlten.
Die ersten (Kilo)Meter auf der rechten Strassenseite waren noch etwas unsicher, danach ging es besser und besser - eigentlich gar keine grosse Hexerei. (dabei hatte ich noch bammel, dass ich das nicht auf Anhieb packe).
Navi eingestellt und los gehts in den Stadtverkehr. Ziel : Hotel Ballbridge (link).
Trotz Navi mussten wir ein paar Umwege und U-Turns machen, bis wir das Hotel fanden.
Lustig : Das Navi zeigte uns einen Kreisel. Es war aber eine ganz gewöhnliche Kreuzung bei der in der Mitte ein grosser Punkt auf die Strasse gemalt war - Kreisel à là Irland ;-)
Erstmal im Hotel noch etwas essen .... Falsche Entscheidung ! ... aber nun ja, wir sind ja nicht wegen dem Essen hier ;-). Dazu das erste Guinness auf irischem Boden (aber nicht das letzte - versprochen !)
Danach mit den ÖV's (Bus Nr 7) ins Zentrum. Etwas Stadtbummel, Tempelbar angeschaut und als "zu touristisch" abgehakt. Dafür in ein kleines Lokal wo wir zNacht assen : KLAW (link) ! Speziell, kreativ, herzlich, empfehlenswert (wenn mann Krebse und Muscheln mag !).
Zum Schlummertrunk noch ins (NICHT-touristische !) HardRock Café ... ok, es ist touristisch, aber für mich eine Pflicht ! Die Live-Musik war aber Schei**e ! Kann es nicht anders nennen...
Im Hotel noch einen weiteren Schlummertrunk und ab aufs Kopfkissen ...
Fr. 31.08.2018
HighLight des Tages : Guinness Storehouse !
Früh genug hier, um wenig Touris zu haben - angenehm ;-)
Und : Schlau wie ich bin, habe ich die Tickets Online vorbestellt, um nicht anstehen zu müssen ... Siehe Bild Nr1 ;-)
Ein Bier'chen auf der Dachterasse, etwas durch das Storehouse schlendern, ein Süppchen und ein Sandwich essen und dann gleich lange in den Guinness-Souvenier-Shop.
Zur Überraschung gab es für K. zwei Original Guinness-Gläser mit persönlicher Gravur.
Überraschung gelungen - Check !
Danach eine Runde HopOn-HopOff .... NEIN, nicht Sex, sondern eine Fahrt im SightSeeing-Bus.
Im Zentrum ausgestiegen und wieder etwas durch die Strassen geschlendert : Trinity College, Einkaufsmeile (gekauft : 1x Batman-Zorro-Ritter-Cape ! ... naja, und ein paar Kleinigkeiten), zum Castle (leider schon zu) und in ein Hinterhof-Pub mit Porterhouse-Bier - feines Bier ! Feines Pub ! Feine ChickenWings ! (link)
Abends noch ins Lundy Foots mit guter irischer Live-Musik, Beef&Guinness-Pie und ein paar
Bier'chen. Herrlich ! (link)
Apropos : 1 Pint = 5.683 dl
Sa. 01.09.2018
Und ab gehts nach Irland ! Dem "richtigen" Irland. Dublin ist nur etwas für Touristen ! Das sagen alle ! Ok, alle, ausser die Dubliner ;-). Für den Rest von Irland ist Dublin wie Zürich für die Schweiz... (ich sag' jetzt nichts weiter dazu ;-) )
Über die M50 Richtung Wicklow Mountains (ok, "Hügel") und an die Küste nach Wicklow. Unterwegs finden
wir einen kleine Friedhof, einen Strand, schöne Küsten und es wir fahren einem "Velorennen" entgegen ...
Wicklow ist ein kleines "härziges" Örtchen. Es gibt noch schönere, aber es ist das Erste und somit bisher das schönste ;-)
Ein kleiner Hafen, ein Laden, in dem ich eine SIM-Karte für "WLAN-Unterwegs" kaufen kann (50 GB, damit es auch wirklich reicht.... schlussentlich sind etwa 4 GB gebraucht worden... äähm-ja), natürlich ein Pub mit guten Pastas und WicklowWolf-Bier (kannst du vergessen).
Heute habe ich nach ca. 150 km den km-Stand auf 0 gesetzt - mal schauen wie weit wir in zwei Wochen kommen werden.
Weiter gehts durchs Hinterland nach Kilkenny. (ja, von dort kommt das Kilkenny-Bier - wer hätte das gedacht ?).
Unser Hotel, das Kilford Arms (link) liegt direkt neben der (tätätä) "The Worlds End".
(Britischer Film von 2013 mit Simon Pegg - ein "must-see"-Film ! (link))
Nach dem einchecken ein Spaziergang durch Kilkanny. Pubs, Bars, Pubs, Bars, Pubs, Bars ...
Und : Chicks, Chicks, Chicks.... oder wie sie hier heissen : Hennen ! Es ist Hen-Night .... aber das erfahren wir erst später. Erstmal fällt uns auf wieviele aufgedonnerte, rausgeputzte und teils sehr "günstige" (billige) Frauen in Gruppen hier auftauchen. Ok, es ist Samstag, aber dieser Überschuss an zurechtgemachten Frauen fällt schon sehr auf ! Also setzen wir uns mit unserem Bier an den Strassenrand und beobachten die Leute (bzw. "lästern"). Ein sehr unterhaltsamer und lustiger Abend - in der Tat.
Da die meisten Restaurants voller Frauen sind oder nur alte Leute drin sitzen, gehen wir zum Italiener. Auch gut !
Danach vis-à-vis in die Whisky-Bar "The Dylan" (link) .... und weiter gehts mit der Unterhaltung.
Boah, eeeyy. Aber es fällt uns ebenfalls auf, dass die meisten Iren gar kein Interesse zeigen für die Weiber hier. Die Frauen sind ziemlich unter sich, haben sich füreinander aufgebrezelt und
haben Spass. Die männlichen Iren saufen lieber (ok, da ich jetzt viele irische Frauen im Ausgehdress gesehen habe, ziehe ich auch ein Guinness vor).
Und nein, Irland hat gar nicht soo viele Rothaarige ! (Leider!)
Zurück an der Hotelbar zum Schlummertrunk versuchen wir herauszufinden, was hier heute los ist - bekommen aber nicht wirklich eine Antwort.
Am nächsten Tag jedoch erfahren wir, dass das in Kilkenny jeden Samstag so ist. Einerseits kommen
hier viele Junggesellinnen-Abschieds-Partys (HenNight) her, andererseits kommen auch sehr viele Frauen aus der Umgebung zum feiern "in die Stadt".
Also Alex, Beni und Konsorten : Tip des Tages : Kilkenny !
So. 02.09.2018
Morgenessen mit 90% Frauen - heute etwas "normaler" gekleidet und mit viel weniger MakeUp. Kaum
wiederzuerkennen.
Auf dem Weg nach Wexford halten wir spontan an einer alten Ruine an und schauen uns bei herrlichem
Sonnenschein etwas um.
Weiter gehts nach Wexford, wo wir ein bisschen flanieren und "lädelen".
Weiter über Wellingtonbridge und B***-Head (weiss einfach nicht mehr, wie das Teil heisst (und überhaupt : es war eh zu neblig !)) zum Hook Head Leuchtturm der von wunderbaren kleinen Klippen umgeben ist ... leider schliesst der Leuchtturm bereits und auch das Restaurant - also nur noch einen kurzen Rundgang, ein Sandwich kaufen und schon geht es zurück nach Kilkenny.
Heute gibt es ein feines (SEHR FEINES !!!) Steak im Ripleys Steak House (gibt leider keine HomePage). Wärmstens zu empfehlen ! (Samstags jedoch zwingend zu reservieren !)
Danach nochmals ins The Dylan ! Heute sind die alten Hennen unterwegs - aber nicht weniger amüsant zuzusehen und darüber zu tratschen ;-)
Wieder geht ein sehr gelungener Tag lustig zu Ende....
Mo. 03.09.2018
Nach dem Morgenessen (ohne viele Weiber) gehts frühzeitig nach Cashel wo der Rock of (of course) "Cashel" mit dem Castle steht.
Wiki : "Der Rock of Cashel (irisch Carraig Phàdraig), bei der Stadt Cashel ... blabla ... ist ein einzigartiges Monument irischer Geschichte. Der Berg erhebt sich 65 m hoch und gilt als irisches Wahrzeichen. Als Sitz von Feen und Geistern wurde er schon im Altertum verrehrt."
Danach ein kleiner Snack in einem süssen kleinen Hinterhof : Tomatensuppe und ein Beef-Guinness-Tart
- herrlich !
Auch herrlich : die nervige Engländerin, ihr Mann und ihr Sohn. Erstmal dreimal hin und her und laut vor sich her sinnierend, warum es hier keinen guten Platz gibt... danach will sie die
Beistelltische umstellen, dann entscheidet sie sich doch, dass man im Schatten Platz nehmen soll. Kaum wird ein Tisch in der Sonne frei, stürmisch drauf los ... soweit, sogut.
Für die Tischkonversation hält sie sich auch zuständig und wartet kaum auf ein "hmmm" oder leichtes Kopfnicken von Mann und Sohn.
Als dann das Essen auf dem Tisch steht, betet sie laut vor sich hin. Eine sehr offene Person....
Das der Sohn seine Pommes einzeln mit der Serviette abreibt, scheint da fast normal zu sein.
Aber eben : Leben und leben lassen !
Weiter über einen PASS (ein kleines Päss'chen) mit Schafen auf der Strasse nach Youghal
ins "The Old Imperial Hotel" (link) - hat zwar keinen Lift, ist aber sehr angenehm.
Noch einen kleinen Abendspaziergang und Essen (und trinken!) im The Quays (link) : unser erstes Fish&Chips !
That's it !
Di. 04.09.2018
Blarney Castle !
Wiki : "Der Legende nach erlangt derjenige, der den Blarney-Stein küsst, die Gabe des freien Sprechens. Für Iren ist der Begriff 'Blarney' im Alltag somit gleichbedeutend mit hohlen Floskeln oder unüberlegtem Gerede. Das umgangssprachliche 'BlaBla', das im Deutschen verwendet wird, beruht jedoch nicht auf dem Wort Blarney."
Muss man übrigens kopfüber machen ! (Bild aus Internet) Weiss der Teufel, warum...
(da man 1 Stunde anstehen musste, haben wir das nicht gemacht - wer mich kennt, weiss aber auch, dass ich "die Gabe des freien 'BlaBla's " nicht wirklich noch erlangen muss)
Das Castle hat jedoch einen schönen mystischen Garten - ist auch einen Besuch wert.
Danach zu "meiner" Jameson-Destillerie ! Wusstet ihr, dass Jameson auch der Hersteller vom feinen Redbreast-Whiskey ist ? Nein ? Ist er aber !
Jedenfalls machen wir eine kleine Tour mit angenehm wenigen Leuten mit. Trotz "junger Dame" als Tourguide - die laut meiner Begleitung nicht zu einer Whiskey-Tour passt - eine sehr gelungene, interessante Führung.
Weiter über Cork ... Grossstadt, Stau, Unangenehm - also steigen wir gar nicht erst aus. Naja, ich machte kurz die Autotüre auf und habe zumindest einen Fuss auf den Cork-Boden gestellt - ich war also da.
Weiter zur heutigen Endstation : das (laut Reiseführer) "mediterrane" Kinsale.
Naja.... Mediterran ? Eher nicht ....
Jedenfalls haben wir hier die "Kinsale Suites" gebucht : Wohw !
Ja, wohw ? Erstmal suchen, wo das ist, dann die Ernüchterung : Ein Wohnhaus mit ein paar Wohnungen, die nächteweise zu vermieten sind.
Alles etwas verwildert hier ... aber was solls ? Erstmal anrufen, dann kommt die "Dame des Hauses" (Putzfrau?) und zeigt uns unser Appartement - naja, man kann nicht meckern.
Ok, doch ! Kein Strom ! Also nochmals anrufen, Dame kommt nochmals aber weiss auch nicht was los ist.
Also ab zum nächsten Appartment - oh, das ist noch nicht sauber ...
Also ab zum nächsten Appartment - oh, das könnte ok sein ... sonst sollen wir wieder anrufen.
Nun, es war "ok".
Auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant wollten wir eigendlich ins "The Lord Kinsale" - ein ganz feines Lokal.... (link)
Aber ! The cook ist out ... no food today !
Also weiter quer durchs Dorf und so finden wir am Hafen das Dino's - ein feines Fischlokal, wo wir gleich am grossen Fenster ein Plätzchen fanden. (leider ohne Homepage)
Die sportliche Einlage die ich gefilmt habe, darf ich leider nicht veröffentlichen - aber wir hatten es lustig ;-)
Fürs "Feierabend"-Bier gehts dann aber nochmals ins 'Lord Kinsale'. Ausser uns waren nur noch zwei jüngere Frauen, die Besitzerin mit einem
alten Mann und der Barkeeper...
Eine ziemlich verschlafene Stadt.
Mi. 05.09.2018
Morgenessen mussten wir uns selber organisieren - haben aber nur ein paar Meter weiter ein kleines, feines zMorge-Beizli entdeckt wo wir uns irisch stärken für den Tag.
Noch ein kleiner Städtlibummel ... oder doch nicht ? Eine Strasse weiter finden wir K's lange gesuchten Schmuckladen - alles handgefertigte Einzelstücke ! Hammerladen !
Ich kaufe mir einen schönen irischen Ring (den er mir noch auf die richtige Grösse erweitert), sie kauft sich ... nun, den halben Laden halt - aber es sind wirklich sehr aussergewöhnliche Einzelstücke ! Ein Amulett passt er auch noch auf unseren speziellen Wunsch gleich an - Hammer ! Reinschauen : http://www.kinsalesilver.ie/
Somit ist der Morgen auch schon wieder rum - noch rasch durch die kleinen Marktstände und ein
Schwätzchen mit einem (wie kann es anders sein) Schmuckhersteller ;-)... Die "normalen" Leute scheinen in Irland auch nicht gerade gut auf die EU zu sprechen zu sein...
Ach, auf die Dubliner übrigens auch nicht (ausser in Dublin).
Weiter der Küste entlang zum Mizen Head ...
... vorbei an einem alten Steinkreis ...
... vorbei an schönen Klippen ...
... vorbei an menschenleeren Sandstränden ...
... vorbei an einem wunderschönen alten Friedhof mit Pyramide (!)... eine seltsam mystische Atmosphäre ...
Dummerweise ist auch der Mizen Head bereits zu ... aber es wurde uns gesagt, wir können einfach über die Mauer klettern und alles selber erkunden. Gesagt - getan ! (Und das in meinem Alter !!). Auf dem halben Weg kommen uns Sicherheitsleute entgegen - nach einem kleinen Schwatz : "Ach geht doch einfach weiter. Alles was ihr nicht dürft, ist abgesperrt" - Gesagt - getan ! Sehr weit kamen wir nicht, aber weit genug um einen guten Eindruck und ein paar Fotos zu bekommen ;-)
Wir fahren ein wenig zurück ins Fischerdörfchen Castletownbere. Mit einem B&B direkt am Hafen. Gemütlich ! Essen in einem Fischrestaurant, das heute den letzten Abend vor den Ferien offen hat.
Ich : "Wohin geht es denn in die Ferien ?"
Sie : "Nach Schottland"
Ich : "Wieso ? Das ist das dort genau gleich wie hier..."
Sie : (böser Blick) !
Ok, anscheinen ist das was gaaaanz anderes und nicht vergleichbar ! Sorrrry ! ;-)
Do. 06.09.2018
Nach einem ordentlichen Frühstück gehts weiter : über kleine Strassen finden wir Orte, an die sich noch (fast) nie ein Tourist verfahren hat. Ok, 1) Wir haben uns nicht verfahren ! 2) Wir suchen grundsätzlich kleine Strassen um das Land zu entdecken (nur wenn wir es eilig haben nehmen wir die Hauptverkehrsachsen)
So finden wir auch diesen Prachtsstrand und den Friedhof. Wieder wäre fast eine sportliche Kletterpartie angesagt gewesen - aber Brombeerbüsche und Privatgrundstück vereitelten uns
(Roli : Glücklicherweise!) den direkten Weg.
So finden wir auch zufälligerweise die Kliffs of Kerry ! Wunderschön !
Und natürlich wieder einen alten Friedhof....
Uebernachtet wird in Cahersiveen im Quinlan&Cooke's (link).
Mit einer Badewanne im Zimmer ! Welche wir natürlich auch benutzten.
Auch das Essen : wieder nur *mjam-mjam* - wer sagt, dass man in hier nicht gut essen kann ?
Danach direkt vis-a-vis ins Pub : feine irische Live-Musik ohne Lautsprecher - Handorgel, Geigen, Gitarren ... chillig !
Fr. 07.09.2018
Heute gibts Frühstück auf dem Zimmer. Die Brötchen vor der Türe, die Kaffeemaschine auf dem Bord, der Kühlschrank im Reduit. Naja, dafür hatten wir eine Badewanne im Zimmer.
Heute gehts nach Limerick.
Kreuz und quer über Feld, Wald und Wiese (zumindest kommt es uns so vor). Wieder eine "Pässefahrt", Schafe auf der Strasse, Leuchtturm, Fähre (die wir aber nicht benutzten).
Kleiner Snack im Bill-Chawke Pub in Adare (link)
Adare : laut Reiseführer ein must-see - ok es ist härzig ! Wenn man also hier in der Nähe ist, darf man es ruhig anschauen !
Limerick ist wieder eine ziemlich grosse Stadt. Wir nächtigen im Clayton Hotel, wo bei der Ankunft gerade ein Hochzeitsapero stattfinden - ich kann die Rezeptionistin kaum verstehen...
Sie empfielt uns "The Locke Bar" (link) - Essen gut, Folkmusik mit Lautsprecher und etwas touristisch. Und auch hier : ziemlich viele "rausgeputzte" Frauen. Es gibt viel zu sehen und viel zu bemerken ;-)
Auf dem Heimweg finden wir noch ein urchiges Pub in dem Rugby läuft - wir sind sowohl von den Leuten hier, als auch vom Rugby-Spiel fasziniert.
Sa. 08.09.2018
Heute gehts erst nach Bunratty (auf Empfehlung von Nicci). Ok, eine recht ordentliche (nicht kitschiges!) Burg, die gem. Ausstellung im Keller sehr stark renovniert wurde - es war nicht wirklich viel davon übrig. In jeden Turm gelangt man über sehr enge Wendeltreppen. Menschen in dieser Zeit waren wohl kleiner und wendiger als ich ;-)
Und wie so oft in diesen Ferien haben wir gerade die richtige Zeit erwischt - die Touristenmengen sind hinter uns.
Auch das historische Dörfchen neben der Burg gibt einen schönen Einblick in alte Zeiten. Leider passt das Dörfchen und die Burg zeitlich nicht in die selbe Zeit. Aber egal...
Danach gehts auf den Ring of Kerry und zu den berühmten Cliffs of Moher. Eine der Haupt-attraktionen unserer Reise. Dummerweise hat es dichten Nebel, der sich aber im Laufe unseres Besuches leicht verflüchtigt.
Interessant ist, wie wenig wirklich "abgesperrt" ist. Es gibt eine Touristen-Zone, wo alles mit Mauern gesichert ist, aber dort wo diese Zone fertig ist, kann man auf Trampelpfaden weiter den Klippen entlang laufen. Heute ziemlich im Schlamm....
Auch interessiert es die Irren nicht sonderlich, wenn Touris sich in (in meinen Augen) sehr riskante Stellungen nur cm vom Abgrund entfernt fotografieren lassen und Selfies machen.
Nun - es hat eben nicht jeder Höhenangst.
Die Irren sind eh sehr locker und es geht hier vieles nach "gesundem Menschenverstand". Es wird angeschrieben, man soll vorsichtig sein und sei selber verantwortlich. Und so wird es auch gehandhabt. Jeder kann (mehr oder weniger) machen was er/sie will, ohne das gleich ein Aufpasser hinrennt.
Ein paar Abstecher links und rechts vom Weg ab, eine kleine Abbey mit Friedhof bei Buren, eine Kuh die auf der Strasse eingefangen werden muss, und schon sind wir in Galway im Hotel Nox.
Da das Nox nicht im Zentrum liegt, nehmen wir ein Taxi. Galway hat eine recht grosse (für irische Verhältnisse) Fussgängerzone. Es ist wieder Samstag und wieder sind viele Touris und Tussis unterwegs - herrlich. Eigentlich wollten wir im KingsHead essen, war aber leider schon voll (wie fast alles heute). Also laufen wir etwas weiter über die Brücke in die "Monroe Tavern". (link)
Leider gibt es heute keine Live-Musik - aber das Essen war nicht schlecht. Je 2 Bier, ein Steak und ein BeefStew (zu einem echt "günstigen" Preis !) ;-)
So. 09.09.2018
Zweiter Tag in Galway. Es gibt ein sehr gutes (!) z'Morgenbuffet und uns fällt auf, dass das Buffet nicht Punkt 10:00 Uhr abgeräumt wird (Ende Frühstückszeit!), sondern um 09:55 Uhr sogar nochmals befüllt wird - wie gesagt, die Iren sind ein ziemlich lockeres Völk'chen : Top !
Wir fahren der schönen Küste entlang in die fast äusserste Ecke von Mittel-Irland. Diese Route ist ein Teil des "Wild Atlantic Way". (link). Der Wild Atlantic Way führt von Cork (Süden) bis Derry (Norden) der Küste entlang.
Unterwegs kommen wir in die kleine Hafenstadt Roundstone - bekannt für sein malerisches Wesen und die Herkunft der besten 'Bodhràn' .
Zitat "Im Gelände des ehemaligen Franziskanerklosters in Roundstone arbeitet Malachy Kearns. In Connemara und unter Folk-Musikern eher bekannt als 'Malachy Bodhràn', als Bodhràn-Bauer. Die Bodhràn, Irlands ältestes Ausfuhrprodukt, ist eine flache Handtrommel, 18 Zoll im Durchmesser, mit dem besonders elastischen Fell der Ziege bespannt, das in einem Jahrhunderte alten Verfahren gegerbt wird. Malachy werden seit 25 Jahren als Bauer erstklassiger Bodhràn respektiert. Sie sind die einzigen Bodhràn-Bauer der Welt."
Hier machen wir wieder eine kleine, nötige Pub-Pause im The Shamrock (Das Kleeblatt). Hier halten wir noch einen kleinen Schwatz mit einem Einheimischen. Er ist froh, dass die Saison endlich (fast) vorbei ist und wieder Ruhe einkehrt. In der Hochsaison ist die (sehr schmale) Strasse jeden Tag mit Touristen und 'sich-nicht-kreuzen-könnende' Busse verstopft und die Kinder der Touristen sind meist schlecht erzogen (vorallem die Kinder der Dubliner, welche hier viele Ferienhäuser besitzen.... (Ok, die Dubliner sind auch hier nicht sonderlich beliebt))
Die Landschaft hier ist genau mein Gusto : Steinig, moosig, viel Ginster, überall kleine Buchten, tiefblaues Wasser ... Herrlich ! Wunderschön ! Atemberaubend !
Abends nochmals in die "Stadt" Galway ins The Kings Head, wo wir heute problemlos ein Plätzchen finden und sehr gut essen.
Mo. 10.09.2018
Heute ist es regnerisch... aber wir wollen nicht über das Wetter meckern - es ist gerade überdurchschnittlich schön.
Heute bin ich wiedermal am navigieren - wir haben einige ungeplante Wege "gefunden", aber auch die geplanten Wege ;-) .... über Shannonbridge nach Clonmacnoise.
Wiki : "Clonmacnoise ('Wiese der Söhne des Noise') ist eine einzigartige Klosterruine am Fluss Shannon gelegen. Die Geschichte des Klosters reicht zurück ins 6. Jahrhundert. Heute ist die Anlage eine der meistbesuchten touristischen Attraktionen der grünen Insel."
Danach wieder kreuz und quer durchs wunderschöne Irland (ja, auch bei Regen !) nach Tarmonbarry ins
Boutique Hotel Keenan's. (link)
Nettes kleines
Hotel, mittelgrosses Pub, wieder sehr gutes Essen und schönes Zimmer.
Di. 11.09.2018
Das Morgenessen heute eher etwas enttäuschend - dafür sind Whisky und Gin nicht auf der Rechnung - wieder etwas irisches Geld gespart. (übrigens ist der EURO (!) irisches Geld !)
Auf dem Weg nach Kells finden wir eine Abzweigung zu einem Castle - sieht gemütlich aus, somit fahren wir mal dahin. Nach gefühlten STUNDEN kommen wir an und sehen den Turm auf einer Insel mitten im See. Da es zu kalt ist, um dahin zu schwimmen und ich meine Schwimmflügel nicht dabei habe, verzichten wir auf eine Besichtigung.
Weiter an vielen schönen See'en vorbei, nach Kells. Wir beschliessen, noch etwas weiter zu fahren und finden den Spire of Lloyd. Der Spire of Lloyd ist eine Torheit aus dem 18.Jahrhundert in Form einer dorischen Säule, die von einer verglasten Laterne überragt wird. Wird manchmal als "Irlands einziger Binnenleuchtturm" beschrieben.
In Baltray gehts zur allgemeinen Stärkung wiedermal in ein Pub. Ins 19th Pub... also nicht das 19te heute, sondern das ist der Name des Pubs. Hier treffen wir eine Wettkönigin. Sie verbringt ihre freien Dienstage hier im Pub und wettet online auf Pferde. Die Rennen werden im TV übertragen. Interessantes Gespräch über Wetten, Pferderennen und irische Sportarten.
In Bettystown direkt an der Küste finden wir das Reddans (link). Ein km-langer Sandstrand, auf dem auch Autos fahren dürfen (leider nur Schrittempo ;-) ).
Vermutlich ist während der Saison mehr los - jetzt ist es im Restaurant ziemlich leer.
Heute gibt es Sheppards Pie - leider etwas "böckelig" - aber vielleicht muss das so ? Wer weiss...
Dafür ist im Pub nebenan die Hölle los. Einerseits läuft Fussball, andererseits stellt ein EinMann-Musiker sein Equipment auf (die Diskokugel hängt bereits) und eine alte Dame verkauft Bingo-/Lotto-Zettel - aber wir haben nicht verstanden, was wir damit machen sollen.
Jedenfalls gab es rundherum wieder viel zu beobachten und zu "besprechen". Die Bingo-/Lotto-Zettel haben wir verschenkt als und die Musik zu doof wurde.
Feierabend !
Mi. 12.09.2018
Gemütlich ausschlafen und z’mörgele – danach noch eine kleine Strandfahrt und ein Fotoshooting mit „Voyager“ – einer berühmten Skulptur hier.
….und ab geht’s nach Dublin. Erstmal ins Hotel um die Koffer zu deponieren, danach zum Flughafen das Auto abgeben. K. wollte gar nicht mehr aussteigen, so hat sie sich an den Renault gewöhnt – vorallem sein Lichterspiel beim aufschliessen und den Begrüssungsklang beim Schlüssel reinstecken. Nichts desto trotz : Nach ca 2500 km (habe den Zähler erst am 3 Tag auf 0 gestellt) ist hier Endstation.
Mit dem Taxi geht’s direkt ins Zentrum von Dublin. Mit einem sehr freundlichen, gesprächigen Taxifahrer mit dem wir intressant über das Leben in Irland und insbesondere die Pub-Kultur plauderten.
Ohne Auto gehts erstmal ins erstbeste Pub ! Was muss, das muss ! Ein kleiner gemütlicher Stadtbummel, ein kleiner Snack im HardRock, wo wir noch ein "Familien-Kapuzenpulli" besorgen müssen. Ein wenig Lädälä, etwas im Park chillen und langsam wieder zurück da wir morgen sehr (!) früh los müssen.
Unterwegs finden wir zufälligerweise das "Darwin's" (link) - wohl eines der besten Restaurants in Dublin. Hammer !
Mit dem Taxi zurück ins Phönix Park Hotel und ab in die Heia.....
Do. 13.09.2018
05:00 Uhr früh aufstehen ... wieder Platz 2A und 2B beziehen und ab nach Hause.
Es war wunderschön ! Leute, Landschaft, Wetter, Auto, Essen.... einfach
alles.
Ganz besonders glücklich bin ich über meine Begleitung und die vielen feine Biere !
(ja, in dieser Reihenfolge ;-) )